Exhibitions 2014

  • 14.12.2014—31.01.2015
    Joseph Beuys, Martin Kipppenberger, Franz Erhard Walther u.a.
    SKIZZEN, PARTITUREN, ENTWÜRFE - ZEICHNUNGEN

    Die Zeichnung entwickelte sich in den 60er und 70er Jahren weiter, wesentlicher Impulsgeber war die Konzeptkunst. Idee und Struktur des Mediums änderten sich und infolgedessen auch die Verfahrensweisen. Begriffe wie "Partitur" und "Konstruktion" wurden eingeführt, Farbe unter anderem durch Ruß, Kaffee oder Blut ersetzt und Verbindungen zwischen Linie, Zeichen und Sprache hergestellt. Mit der Verbreitung des Alltagsgegenstands in der Kunst nahm der gesellschaftliche Anspruch auf öffentliche Teilhabe an der Kunst zu. 

    Renate Kammer hat sich in ihrer 46jährigen Galerietätigkeit immer wieder für Grenzüberschreitungen und künstlerische Experimente eingesetzt. Werke von Künstlern wie Joseph Beuys und Dieter Roth hat sie in ihren Ausstellungen gezeigt, ehe die Öffentlichkeit diese Künstler wahrnahm. Mit der Ausstellung "Skizzen, Entwürfe, Partituren: Zeichnungen" wird an diese experimentelle Phase erinnert, aus der auch Werner Büttner, Martin Kippenberger und Albert Oehlen hervorgegangen sind.

     

    NEUERSCHEINUNG

    Zur Ausstellung am 14. Dezember 2014 erscheint der Katalog "Skizzen, Entwürfe, Partituren: Zeichnungen".

    Autoren: Prof. Dr. Uwe M. Schneede,  Dr. Petra Kipphoff, Prof. Dietrich Helms

    Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonntag den 14.12.14 von 11 Uhr bis 17 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Um 11.30 Uhr wir Dr. Uwe M. Schneede einführende Worte sprechen.

     

  • 02.10.2014—15.11.2014
    Joachim Manz
    NEUBAUTEN. Miniaturarchitekturen aus Feinbeton, 2012–2014

    Ein Karussel steht in der Bewegung still. Ein Säulensaal erhält keinen Boden. Ein Springbrunnen bleibt unsichtbar. Der Künstler und Designer Joachim Manz bricht beim Bau seiner Architekturminiaturen mit den Traditionen. Seine Vorbilder hat er in der antiken und modernen Baukunst gefunden, seit 1987 entwirft er Architekturskulpturen. Die Formensprache seiner Bauwerke ist vielfältig, utopisch sind mitunter die Funktionen, die er ihnen verleiht: Mit „Neubauten“ hat Joachim Manz sich u.a. dem Thema „Schweben“ angenommen.

    Seine Architekturminiaturen bestehen zum größten Teil aus Feinbeton. Er baut „stille“ Architekturen, von denen er sagt, dass man „in sie eintauchen und sich von ihnen auch wieder lösen kann. Aufgrund der Größe hat der Beobachter die Möglichkeit, eine Distanz einzunehmen, die wichtig ist. Denn durch die Miniatur bleibt trotz mancher Düsterkeit und Schwere der Spielcharakter erhalten“.

     Unter dem Ausstellungstitel „Neubauten“ werden aktuelle Werke von Joachim Manz aus den Jahren 2012 bis 2014  in der Galerie Renate Kammer vorgestellt. Die Ausstellungseröffnung beginnt am 2. Oktober 2014 um 19 Uhr.

  • 14.08.2014—28.09.2014
    Gudrun Piper
    IMPROVISATIONEN

    Seine Vollkommenheit und Kraft entfaltete das konstruktiv-konkrete Werk Gudrun Pipers schon in den 70er Jahren durch das ausgewogene Verhältnis zwischen Form und Farbe. Heute, im hohen Alter angelangt, befreit die Künstlerin Form und Farbe von der mathematischen Konstruktion und findet dadurch zu einem für sie neuen Begriff der Schönheit. 

    Von japanischer Philosophie und Ästhetik beeinflusst, strebt sie bei ihrer Arbeit prinzipiell nach höchster Harmonie zwischen Formen und Farben. Eine ihrer wichtigsten Überzeugungen lautet: „Proportion ist Schöpfung.“ 

    In der Ausstellung „Improvisationen. Neue Farbmalereien auf Papier“ werden ihre aktuellen Arbeiten aus den Jahren 2013 und 2014 gezeigt, Farbkompositionen auf Millimeter- und Büttenpapier. Bei der Eröffnung am 14. August um 19 Uhr wird die Künstlerin mit ihrer Tochter Maria Mahlmann in der Galerie Renate Kammer anwesend sein.

  • 19.06.2014—09.08.2014
    Kaoli Mashio, Hilka Nordhausen, Bettina Sefkow, Beate Wassermann, Nobuko Watabiki
    5-BLÄTTRIG

    5-BLÄTTRIG – FÜNF POSITIONEN AUF PAPIER

    Kaoli Mashio, Hilka Nordhausen, Bettina Sefkow, Beate Wassermann, Nobuko Watabiki

     

    Über den Sommer zeigt die Galerie Renate Kammer fünf künstlerische Positionen auf Papier.

     

    Zur Eröffnung am Donnerstag den 19. Juni um 19 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

  • 13.04.2014—14.06.2014
    Ralf-Rainer Odenwald
    GÖREN 2010-2013

    GÖREN

    Weltweit werden Social-Media-Plattformen genutzt, um sich auszuprobieren und in Szene zu setzen. Dort agieren auch junge Bloggerinnen, die auf der Suche nach einer eigenen Identität ein (Frauen-)Bild von sich kreieren. Ralf-Rainer Odenwald, geboren 1950 in Pforzheim, veranschaulicht anhand seiner Frauenmotive aus dem Internet den Rollenwandel, die erste Lebenskrise einer jungen Frau, die zwischen Rebellion und Anpassung ihre Position sucht. Er sieht in seinen Bildern eine Analogie zu den Frauenmotiven Jan Vermeer van Delfts, der schon im 17. Jahrhundert das Motiv der jungen Frau abseits religiöser Rollenzuweisung und gesellschaftlicher Verhaltensnormen dargestellt hat. Odenwald betont die Hingabe und/oder Auslieferung des Mädchens an den Moment, dabei jedoch die neue Selbstinszenierung junger Frauen, die mit weiblichen Rollenbildern, Maximen und Werten brechen. Eine Auswahl seiner aktuellen Bilder aus der Reihe "Gören" wird bis zum 15. Mai 2014 gezeigt.

    Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

     

    Zur Eröffnung am Sonntag den 13. April von 11 Uhr bis 15 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

    Es spricht Dr. Michael Fuhr, Direktor des Museumsbergs Flensburg.

  • 02.02.2014—22.03.2014
    Claus Brunsmann, Ole Henrik Hagen, Klaus Kröger, Burkhard Vernunft, Beate Wassermann
    ABSTRAKTION - GESTIK - RHYTHMUS. FÜNF KÜNSTLER, FÜNF POSITIONEN

    ABSTRAKTION – GESTIK – RHYTHMUS

    FÜNF KÜNSTLER, FÜNF POSITIONEN 

     

    Abstraktion ist nicht gleich Abstraktion, denn das Loslösen von Form und Gegenstand ist von dem Künstler und seiner Ausdrucksfähigkeit abhängig. Wie aber durch grundlegende Mittel der Bildkomposition – in diesem Fall durch Gestik und Rhythmik – verschiedene abstrakte Werke in einem Zusammenhang stehen können, das zeigt die neue Ausstellung der Galerie Renate Kammer zum Jahresanfang. Leinwandarbeiten von fünf Künstlern werden vom 2. Februar bis zum 22. März zu sehen sein.

     

    Klaus Krögers (1920-2010) Kopf-, Datums- und Schriftbilder zeichnen sich durch eine minimale und gedeckte Farbskala aus, die von dem Künstler auf Schwarz, Weiß, Grau und Rot beschränkt wurde. Expressiv thematisiert er in seinen Arbeiten die Zeit als Dimension des Bildes und die Disparität von Zeichen und Gezeigtem.

     

    Claus Brunsmann (*1966) treibt die gleiche Expressivität in eine ganz andere Richtung. Seine Werke werden dominiert von einer vitalen und intensiven Farbigkeit. Für das Auftragen der Farbpigmente auf die Leinwand nutzt Brunsmann den Pinsel, den Effekt des „Verwischens“ erzielt er durch Malpappe – die Farbe wird letztlich zum alleinigen Ausdrucksträger.

     

    Beate Wassermann (*1947) überträgt ihre Alltagsbeobachtungen in eigene freie Formen, abstrakt und vereinfacht. Aus sinnlichen Eindrücken und persönlichen Reflexionen, z.B. auf ihren Reisen, entstehen u.a. Kartografien aus prägnanten indischen Farben.

     

    In Burkhard Vernunfts (*1940) Arbeiten treffen reduzierte Formen auf freie, konturlose Flächen von intensiver Farbigkeit, wodurch eine starke, dynamische Spannung entsteht. Gleichzeitig evoziert er durch den Wechsel von opaken und transparenten Farben eine Bildtiefe.

     

    In den Arbeiten von Ole Henrik Hagen (*1955) wird das Motiv in der Kombination von Fotografie und Malerei ins Abstrakte verwandelt. Durch lichtempfindliche Emulsion, Acryl und Öl und Techniken des Verschwindens, der Bewegung und Belichtung wird das Bild zu verschwommener Erinnerung transfomiert.

     

    Die Ausstellungseröffnung beginnt am 2. Februar 2014 um 11 Uhr und endet um 15 Uhr

    Abbildungen: Claus Brunsmann: Ohne Titel, 2014/ Beate Wassermann: Kollam 2010.